League: Söllner Indoor Cup

Hallenturnier Bamberg

Am Samstag, den 07.03.2020 ging es für die Baseballer aus Chemnitz auf ihre in diesem Winter längste Auswärtsfahrt. Bamberg war das Ziel, wo das Turnier der Memmelsdorf Barons die vorletzte Station im diesjährigen Söllner Indoorcup darstellte.

Im Turniermodus Jeder gegen Jeden ging es darum, unter die Top 4 zu kommen, um in ein anschließendes Halbfinalspiel zu gelangen. Im ersten Spiel des Tages kam es gleich zum Sachsenduell zwischen Leipzig und Chemnitz, welches die Cyndicates knapp mit 11:9 für sich entscheiden konnten.

Nicht minder eng gestaltete sich das Spiel gegen die Kronach Royals. Mit einer 6:5 Führung gingen die Chemnitzer in das letzte Inning, in dem die Royals noch einmal nachschlagen durften. Durch einen 2-Run Homerun kippte das Spiel auf die Seite der Oberfranken, die somit den Cyndicates die erste Niederlage des Tages zufügten. Ein Muster, welches sich im späteren Turnierverlauf noch einmal wiederholen sollte…

Zunächst aber verbuchten die Chemnitzer Siege über die Erfurt Angels (12:5), Memmelsdorf Oldstars (6:3) und Memmelsdorf Barons II (12:1), bevor der Siegeszug gegen die erste Mannschaft der Memmelsdorfer gestoppt wurde (5:12). Durch zwei anschließende Siege gegen die Hof Frankensteiners (10:2) und einem hart erkämpften 5:2 Sieg über die Potsdam Porcupines stand mit der Bilanz von 6 Siegen und 2 Niederlagen unter dem Strich aber der Halbfinaleinzug als Drittplatzierter der Hauptrunde fest.

Dort kam es zum Wiedersehen mit den Kronach Royals. Die Cyndicates erwischten am Schlag einen Traumstart und konnten schnell vier Runs auf das Scoreboard bringen. Nach diesem Strohfeuer zu Spielbeginn erlosch die Offensivpower allerdings komplett und kaum ein Spieler schaffte es überhaupt noch auf Base zu kommen. Dennoch bestand bis in das siebte Inning hinein eine exzellente Chance auf einen Finaleinzug, denn Defensiv zeigten sich die Chemnitzer hochkonzentriert. Lediglich einen Run musste man bis zu diesem Zeitpunkt zulassen, doch wie auch schon in der Hauptrunde sollte dies nicht ausreichen. Im Nachschlagen des letzten Durchgangs holten die Kronacher noch ganze 5 Runs nach Hause und gewannen somit das Spiel. Die Finalträume waren damit geplatzt, dennoch verabschiedeten sich die Cyndicates würdig aus dem Turnier und besiegten die Memmelsdorf Oldstars im Spiel um Platz 3 mit 12:3. Das Finalspiel ging mit 16:1 deutlich an die Kronach Royals.

Der dritte Platz reihte sich damit nahtlos ein in die guten Auftritte in der diesjährigen Wintersaison. In den fünf Turnieren an denen man teilnahm konnte man insgesamt zwei dritte Plätze, sowie drei zweite Plätze erreichen. Auch wenn der ersehnte Turniersieg immer knapp verpasst wurde, so bleibt am 15.03.2020 in Kronach noch eine letzte Chance einen Pokal in den Trophäenschrank zu stellen. Da beim Abschlussturnier doppelte Punkte vergeben werden, ist auch in der Gesamtwertung weiterhin alles offen. Chemnitz liegt nur 20 Punkte hinter den führenden Kronach Royals und 10 Punkte vor den Memmelsdorf Barons. Das Kopf an Kopf Rennen um den Gesamtsieg bleibt also bis zum letzten Spiel spannend.

 

Die Endplatzierungen:

  1. Kronach Royals
  2. Memmelsdorf Barons I
  3. Chemnitz Cyndicates
  4. Memmelsdorf Oldstars
  5. Leipzig Wallbreakers
  6. Erfurt Angels
  7. Hof Frankensteiners
  8. Potsdam Porcupines
  9. Memmelsdorf Barons II

Hallenturnier Hof

Am Samstag, den 15.02.2020, fand in Hof der 6. Frankensteiners Cup als fünftes von insgesamt sieben Turnieren im Rahmen der Söllner-Indoorcup Serie statt. Das Teilnehmerfeld war mit den Memmelsdorf Barons I und II, den Leipzig Wallbreakers, den Kronach Royals, den Bandits Kacerove aus Tschechien sowie den Gastgebern aus Hof zwar nicht vielzahlig, dafür aber umso stärker besetzt.

Ein Ligamodus, bestehend aus einer Runde Jeder gegen Jeden sollte die Entscheidung über den Turniersieg bringen, somit war für die in Minimalbesetzung angetretenen Chemnitzer in jedem Spiel volle Konzentration gefordert.

Zumindest Defensiv waren die Cyndicates im ersten Spiel gegen die Memmelsdorf Barons I voll auf der Höhe. Probleme gab es eher am Schlag: Zu viele Schläge waren zu schwach, wurden von der Verteidigung stark gefieldet, oder waren taktisch unklug. Dennoch ging man mit einer knappen 3:2 Führung in das letzte Inning, wo nach einer unglücklichen Verteidigungsaktion der Ball einmal quer durch die Halle rollte und somit gleich zwei Barons Spieler die Bases ablaufen konnten. Die beiden kassierten Runs bedeutete die erste Niederlage – wie wichtig diese noch werden würde, sollte sich erst am Turnierende herausstellen.

Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb den Cyndicates nicht, denn im zweiten Spiel wartete mit den Kronach Royals gleich der nächste Brocken. Durch eine Leistungssteigerung am Schlag konnte man sich allerdings eine zunächst deutliche Führung herausspielen, die im weiteren Spielverlauf aber immer weiter zusammenschrumpfte. Im letzten Inning profitierte Chemnitz dann auch noch von zwei kontroversen Umpireentscheidungen, sodass das Spiel mit 8:5 über die Ziellinie gebracht werden konnte.

Als nächstes wartete der Gastgeber aus Hof, gegen den es bereits beim Turnier in Chemnitz ein denkbar knappes 6:5 gab. Auch diese Partie gestaltete sich eng. Wenngleich die Cyndicates einen frühen 8:2 Vorsprung herausspielten, gelang den Frankensteiners ein starkes Comeback im letzten Inning, bei dem letztlich ein einziger Run zum Ausgleich fehlte. Mit dem Stand von 8:7 setzten sich die Chemnitzer unter dem Strich durch.

Nach diesen drei nervenaufreibenden Spielen ließen es die Cyndicates gegen die Memmelsdorf Barons II ruhiger angehen. In den ersten beiden Innings konnten mit jeweils zwei Aus noch 5 Runs erzielt werden und der 13:1 Sieg sorgte für einen niedrigeren Ruhepuls vor dem Spiel gegen die Leipzig Wallbreakers, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel Entgegenzusetzen hatten. Mit 10:1 wurde auch diese Partie gewonnen, wenngleich die Leipziger nur mit fünf Feldspielern antraten und somit naturgemäß einen Nachteil hatten.

Mit 4 Siegen und einer Niederlage kam es im abschließenden Spiel gegen die Bandits Kacerov zu einer Art Endspiel. Bei einem Sieg wäre der zweite Platz sicher und mit entsprechender Schützenhilfe sogar noch der Turniersieg möglich. Bei einer Niederlage würde man auf Platz 3 oder 4 abrutschen. Dementsprechend eng umkämpft gestaltete sich das Spiel. Beide Mannschaften schenkten sich Nichts und zeigten starke Defensivaktionen. Am Ende hatten aber die Cyndicates die Nase Vorne und siegten mit 6:3, obwohl das Spiel lange auf der Kippe stand. Damit war der zweite Platz gesichert, für den Turniersieg waren die Chemnitzer allerdings auf Schützenhilfe aus Kronach angewiesen. Diese hatten gegen die Memmelsdorf Barons I jedoch nicht mehr die Kraft um das Spiel zu gewinnen und somit beendeten sowohl die Cyndicates, als auch die Barons I das Turnier mit einer Bilanz von fünf Siegen und einer Niederlage. Da die Memmelsdorfer aber den direkten Vergleich im ersten Turnierspiel für sich beanspruchen konnten, ging der Sieg an diesem Tag nach Bamberg.

Mit den letzten beiden Turnieren am 7.3.2020 in Bamberg und am 15.3.2020 in Kronach biegt die Söllner-Indoorcup Serie auf die Zielgerade ein. In der Gesamtwertung zeichnet sich ein enger Dreikampf an der Spitze zwischen den Kronach Royals, den Memmelsdorf Barons und den Cyndicates Chemnitz ab.

 

Die Platzierungen:

  1. Memmelsdorf Barons I
  2. Chemnitz Cyndicates
  3. Kronach Royals
  4. Bandits Kacerove
  5. Leipzig Wallbreakers
  6. Memmelsdorf Barons II
  7. Hof Frankensteiners

Hallenturnier Leipzig

Die vierte Ausgabe der diesjährigen Söllner Indoorcup Serie fand am 2.2.2020 in Leipzig statt, wo die gastgebenden Wallbreakers 12 Teams zum 5. Gierke Cigarren Cup begrüßten.

Durch eine kurzfristige Absage rutschten die Cyndicates von Gruppe A in Gruppe B und trafen dort auf den Gastgeber, die Potsdam Porcupines, die Roadrunners und Flamingos aus Berlin, sowie auf die Dresden Dukes.

Wie es der Zufall wollte, ging es für Chemnitz im ersten Spiel des Tages direkt gegen die Leipziger. Die Cyndicates kamen gut in die Partie und spielten sich eine Führung heraus, die eine ganze Zeit lang Bestand hatte. Der Wendepunkt kam mit 2 Aus am Schlag für die Wallbreakers. Der Leipziger Schlagmann beförderte den Ball in die Lücke zwischen erster und zweiter Base, wo der Chemnitzer Verteidiger den Ball aufnahm und in Richtung erste Base lief. Er überrannte zwar die Base, berührte den Runner aber mit dem Ball im Handschuh, deutlich bevor dieser die Markierung überlaufen konnte. Aus unbekannten Gründen wurde hier allerdings auf „safe“ anstatt auf „out“ entschieden und so erzielten die Wallbreakers noch weitere 5 Runs in diesem Inning und übernahmen die Führung. Es sollte nicht die einzige seltsam anmutende Entscheidung in diesem Spiel bleiben, unter dem Strich ging es beim Stand von 11:11 aber in Extra-Innings, weil die Cyndicates Verteidigung mehrfache Gelegenheiten ausließ, bei 2 Aus und einer knappen Führung im letzten Inning das Spiel zu beenden. Dort setzten sich die Gastgeber schlussendlich mit 15:12 durch und holten sich den ersten Sieg des Turniers.

Für Chemnitz gab es hingegen keine Zeit zum Durchatmen, denn ohne Pause ging es direkt weiter in das Spiel gegen die Potsdam Porcupines. Die Niederlage war offensichtlich noch nicht richtig verdaut, denn die Brandenburger spielten sich eine frühe Führung heraus und machten den Cyndicates ordentlich zu schaffen. Durch eine Steigerung am Schlag kippte das Spiel schließlich aber in die Richtung der Sachsen, die ein lange Zeit sehr enges Spiel mit 12:7 für sich entscheiden konnten. Auch gegen die beiden Berliner Teams konnte man sich schadlos halten – gegen die Roadrunners gab es nach einem bis zu Schluss engen Spiel ein 16:8, gegen die Flamingos gewann man mit 9:6, sodass mit einem abschließenden Sieg gegen die Dresden Dukes der zweite Platz in der Vorrunde festgezurrt wurde.

Das bedeutete ein Halbfinale gegen den Ersten der Gruppe A, die Bayreuth Braves. In einem engen und hochklassigen Spiel zeigten die Cyndicates die bis dato beste Turnierleistung, erkämpften im letzten Inning den Ausgleich und retteten sich somit in Extra-Innings, wo man im eigenen Schlagdurchgang zwei Runs über die Platte bringen konnte. Durch eine konzentrierte Defensivleistung gelang es, die Bayreuther bei nur einem Run zu halten und das Spiel somit 9:8 zu gewinnen.

Im Finale wartete nun ein alter Bekannter: Die Leipzig Wallbreakers schafften es durch einen Sieg über die Mahlow Eagles ebenfalls ins Endspiel. Die Defensive der Chemnitzer konnte den Gastgeber fast gänzlich abmelden – bis auf ein einziges Inning, in dem es ganze 8 Leipziger Läufer über die Homeplate schafften. In dieser Phase gingen die Cyndicates zu lässig mit dem Ball um, machten unnötige Würfe und schenkten den Leipzigern somit mehrere Bases, die diese durch gute Schläge gnadenlos in Runs ummünzten. Somit reichten auch mehrere gute offensive Innings nicht mehr, um das Spiel zu drehen und Leipzig erzielte beim Stand von 9:8 mit zwei Chemnitzer Läufern auf Base das dritte Aus zum Turniersieg.

Trotz der knappen und ärgerlichen Finalniederlage ist der zweite Platz bei diesem großen Teilnehmerfeld eine gute Leistung, an die man in zwei Wochen am 15.2. in Hof anknüpfen möchte.

Hallenturnier Chemnitz

Am 25.01.2020 richteten die Cyndicates ihr viertes Indoorturnier im Rahmen der Söllner-Serie durch. Neben einem Herrenturnier mit 9 Mannschaften im Ligamodus fand parallel ein Jugendturnier statt, sodass insgesamt drei Chemnitzer Teams an diesem Tag aktiv waren (2 Herrenteams, 1 Jugendteam).

Beide Herrenteams konnten erfolgreich ins Turnier starten. Die erste Mannschaft bezwang den alten Rivalen Leipzig knapp mit 10:8. Noch enger ging es bei der zweiten Mannschaft zu, die einen 8:7 Sieg über Hof einfahren konnte. Chemnitz 1 hielt sich in der Folge bis zur Mittagspause schadlos. Ein souveränes 14:0 über die Erfurt Angels sowie ein 14:5 gegen Potsdam, bei dem es ein Triple Play zu bestaunen gab, sorgten für eine 3-0 Bilanz. Chemnitz 2 musste hingegen zwei denkbar knappe Niederlagen einstecken. Gegen Dresden setzte es ein 2:3 und gegen Memmelsdorf verlor man die Partie mit 3:4.

Nach der Mittagspause setzte sich die Pechsträhne zunächst fort. Gegen Kronach unterlag man 1:7, bevor man mit einem 5:2 gegen Leipzig wieder auf die Siegerstraße zurückkehrte. Durch ein 7:3 über die Potsdam Porcupines stand man bei drei Siegen und drei Niederlagen, jedoch gingen die beiden letzten Spiele gegen Chemnitz 1 (0:8) und Erfurt (5:15) verloren, sodass am Ende ein 6. Platz erreicht wurde.

Für Chemnitz 1 ging es nach einem sehr knappen 6:5 Sieg gegen die Hof Frankensteiners in ein vorgezogenes Endspiel gegen die Kronach Royals. Beide Teams hatten zu diesem Zeitpunkt eine perfekte Bilanz vorzuweisen und der Sieger dieser Partie hätte bereits eine Hand an der goldenen Siegertrophäe. Entsprechend knapp war der Spielverlauf. Nach einer frühen Kronacher Führung knabberten die Cyndicates Run für Run ab, doch die Zeit war in diesem Fall kein Freund des Gastgebers. Mit 7:8 und Läufern auf Scoring Position erzielte Kronach das letzte Aus und holte sich somit den Sieg. Das hielt die Chemnitzer in der Folge aber nicht ab, am Leistungslimit zu performen. Ein 8:0 gegen Chemnitz 2, ein 12:2 gegen Memmelsdorf, sowie ein 6:0 gegen die Dresden Dukes unterstrichen eine starke Turnierleistung, bei dem am Ende das Glück für den ganz großen Wurf fehlte.

Die Jugendmannschaft der Cyndicates konnte erste wertvolle Erfahrungen im (Indoor-)Baseball sammeln und belegte am Ende den dritten Platz.

 

Die Endplatzierungen

  1. Kronach Royals
  2. Chemnitz Cyndicates 1
  3. Memmelsdorf Barons
  4. Erfurt Angels
  5. Dresden Dukes
  6. Chemnitz Cyndicates 2
  7. Potsdam Porcupines
  8. Leipzig Wallbreakers
  9. Hof Frankensteiners

Jugendturnier

  1. Memmelsdorf Barons
  2. Kronach Royals/Dresden Dukes
  3. Chemnitz Cyndicates

Hallenturnier Potsdam

Platzierungen

1. Kronach Royals
2. Leipzig Wallbreakers
3. Potsdam Porcupines
4. Berlin Roadrunners
5. Berlin Sliders
6. Greifswald Baltic Mariners
7. Berlin Flamingos

Eröffnungsturnier Kronach

Mit dem Auftaktturnier in Kronach am 17.11.2019 fiel der offizielle Startschuss für die Indoorserie 2019/20, bei dem die Cyndicates, wie so oft, den dritten Platz belegten.

Bei Turnierbeginn war dabei noch nicht abzusehen wo die Reise für die Chemnitzer hingehen würde, reiste man doch gleich mit drei Neulingen an, die ohne Frage eine Menge Talent mitbrachten, aber noch keinerlei Erfahrung auf dem ungewohnten Hallenterrain vorzuweisen hatten. Gleich im ersten Spiel des Turniers erwiesen sich diese Zweifel aber als unbegründet, denn die Potsdam Porcupines wurden überzeugend mit 15:3 geschlagen. Auch das zweite Spiel gegen die Bayreuth Braves ging an die Cyndicates, wenngleich mit 9:7 deutlich knapper als noch im Auftaktspiel. Im dritten Spiel des Tages gelang ein weiterer Sieg, dieses Mal mit 14:9 gegen die Memmelsdorf Barons II. Der Gruppensieg war somit erreicht, weshalb im letzten Spiel gegen die Hof Frankensteiners nochmal durchrotiert werden konnte. Das tat dem Erfolg aber keinen Abbruch – auch dieses Spiel konnte mit 24:2 überzeugend für sich entschieden werden.

Der Gruppensieg bedeutete, dass man im Viertelfinale gegen den schwächsten Gegner aus Gruppe A antreten musste. Dieser hieß etwas überraschend Leipzig Wallbreakers. Der zweifache Titelverteidiger reiste ebenfalls mit ein paar Neulingen an und verlor alle Vorrundenspiele, ein Trend, der sich auch gegen Chemnitz fortsetzte. Mit 14-2 ließen die Cyndicates keinen Zweifel daran, wer an diesem Tag die stärkere Mannschaft aus Sachsen war. Im Halbfinale erwartete die Chemnitzer dann ein weiterer alter Bekannter. Der Gastgeber aus Kronach war der Gegner, gegen den in einer Best of 3 Serie der Finalteilnehmer ermittelt werden sollte. Spiel 1 ging mit 7:4 an die Royals, nach ein paar Änderungen in der Aufstellung und Taktik glichen die Cyndicates aber mit einem 9:3 aus. Ein entscheidendes drittes Spiel musste herhalten, um den Sieger zu ermitteln. In diesem Spiel setzte sich die Klasse und Erfahrung der Kronacher durch, die mit 9:1 den Finaleinzug feiern durften, während die Gäste aus Chemnitz im Spiel um Platz 3 gegen die Erfurt Angels den letzten Podestplatz ausfochten. Und dieses Spiel war an Dramatik kaum zu überbieten. Mit einer 7:2 Führung im fünften Inning schien der Sieg und das Momentum klar auf Seite der Cyndicates zu sein. Dann verletzte sich ein Erfurter Spieler schwer am Fuß und nach einer längeren Verletzungsunterbrechung einigten sich beide Mannschaften darauf, das Spiel auf 6 anstatt zunächst vorgesehener 7 Innings zu verkürzen. Wie bedeutungslos diese Einigung sein sollte, zeigte sich nur wenige Minuten später. Chemnitz verlor nach der Pause die Konzentration, während die Schläger der Erfurter zu glühen anfingen. Ganze 6 Runs erzielten die Angels im letzten Schlagdurchgang und plötzlich war das Spiel gedreht – 8:7 für Erfurt, Chemnitz war im Zugzwang. Irgendwie schafften es die Cyndicates mit zwei Aus zumindest einen Run über die Platte zu bringen und das Spiel somit auszugleichen – Extra Innings waren nötig, um in diesem Spiel einen Sieger zu finden. Und die Dramatik sollte nicht abnehmen. Chemnitz hielt sich in der Verteidigung zunächst schadlos und hatte im Nachschlag die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Mit einem Läufer auf zweiter Base schlug der Cyndicates-Batter einen Ball in Richtung der rechten Wand. Von dort aus prallte der Ball vom Rand der Anzeigetafel schräg auf den Boden ab und ließ den Erfurter Verteidigern keine Chance, ein Flyout zu erzielen. Der Läufer von der zweiten Base berührte die Home Plate und erzielte den siegbringenden Run. Gerade als sich eine orangene Jubeltraube bildete, beorderten die Umpire jedoch den Schlagmann zurück. Da der Ball nach der Berührung an der Wand im Feld hinter der ersten Base im Foul Territorium aufgekommen war, entschieden die Spielleiter zum Unverständnis der Cyndicates auf „Foul-Ball“. Der Run zählte nicht und der Batter musste seinen Schlag wiederholen. Und wie es in solchen Fällen immer läuft, erzielten die Angels direkt das dritte Aus und das Spiel ging in ein weiteres Extra-Inning. Die Unzufriedenheit mit dieser Entscheidung übertrug sich auf das Spiel der Chemnitzer, die in der Folge zwei Runs kassierten und nun mit 8:10 kurz vor einer Niederlage standen. Mit letzter Kraft und Konzentration riefen die Cyndicates aber noch einmal alles am Schlag ab und glichen das Spiel aus. Mit einem Aus und einem Läufer auf dritter Base sorgte schließlich ein Flyout und ein Tag-Up Play für den siegbringenden Run in einem phänomenalen, an Dramatik kaum zu überbietenden Spiel, welches den Chemnitzern einen dritten Platz einbrachte.

Das nächste Turnier der Söllner-Serie findet am 8.12.2019 in Chemnitz statt.

 

Die Platzierungen

  1. Kronach Royals
  2. Memmelsdorf Barons I
  3. Chemnitz Cyndicates
  4. Erfurt Angels
  5. Bayreuth Braves
  6. Potsdam Porcupines
  7. Leipzig Wallbreakers
  8. Hof Frankensteiners
  9. Memmelsdorf Barons II

Finalturnier Kronach

Mit dem dritten Platz beim Turnier in Kronach schließen wir die Wintersaison ab. Knapp 20 Mannschaften aus 8 verschiedenen Bundesländern haben an der diesjährigen Söllner-Indoorcup Serie teilgenommen, die sich über 7 verschiedene Turniere von November bis März erstreckt hat.

In der Gesamtwertung landeten die Cyndicates – wie bereits beim Abschlussturnier selbst – auf Platz 3, nur geschlagen von den gastgebenden Kronach Royals und den Leipzig Wallbreakers, die sich wie bereits letztes Jahr die Krone der Hallensaison aufsetzen konnten.

Wir bedanken uns bei allen Ausrichtern, ehrenamtlichen Helfern und teilnehmenden Teams und freuen uns schon auf die Indoorcup Serie im nächsten Jahr. Aber jetzt wird erstmal wieder Hallenball gegen Lederball getauscht und der Fokus auf die anstehende Saison in der Mitteldeutschen Liga Baseball gerichtet.

Indoor Cup Bamberg

Am 9.3.2019 veranstalteten die Memmelsdorf Barons den dritten Bamberger Indoorcup, das vorletzte Turnier der diesjährigen Hallensaison. 9 Teams traten den Weg nach Bayern an und spielten im Modus Jeder gegen Jeden um eine Platzierung unter den Top 4, welche zum Einzug in das Halbfinale berechtigte.

Die Cyndicates waren anfangs allerdings angesichts der weiten Anreise noch nicht ganz wach, als das erste „Play Ball“ des Tages erklang. Gegen die Kronach Royals setzte es eine auch in der Deutlichkeit verdiente 2:10 Niederlage, weil keiner der Akteure körperlich und geistig auf der Höhe schien. Diese Klatsche diente als Weckruf für die Chemnitzer, die fortan konzentrierter agierten und die zweite Mannschaft der gastgebenden Memmelsdorfer mit 4:2 besiegten. Auch gegen das erste Team der Barons gab es einen knappen 4:3 Sieg und ab diesem Zeitpunkt waren die Cyndicates vollauf im Turnier. Ein 13:0 gegen Potsdam folgte ein 12:2 gegen die Oldstars, eine Mannschaft bestehend aus ehemaligen, verdienten Akteuren der Memmeldorfer, die bis dahin als Favoritenschreck unterwegs waren. Auch den Braves aus Bayreuth wurde beim 9:1 Sieg keine Chance gelassen und so gingen die Chemnitzer mit ordentlich Rückenwind in das Duell gegen die Leipzig Wallbreakers. Eine solide Leistung an Schlag (unter anderem zwei Homeruns von S. Hertel) und Defensive stellte den 6:2 Sieg sicher. Die abschließende Partie gegen die Hof Frankensteiners war nur noch kosmetischer Natur, doch auch hier gewannen die Karl-Marx-Städter mit 14:0. Der erste Platz in der Vorrunde mit 7 Siegen und nur einer Niederlage war somit gesichert. Leider stellte sich dies eher als Nachteil heraus:

Im Halbfinale kam es ausgerechnet zum Derby gegen die Leipzig Wallbreakers, welche verletzungsbedingt nur noch zu fünft waren, sich extra für das Spiel aber einen der besten Spieler des Turniers „ausliehen“ um auf sechs Spieler auffüllen zu können. Der sportliche Erfolg gab ihnen trotz des leicht fragwürdigen Fairplays allerdings Recht. In einem eng umkämpften, von Defense geprägten Spiel siegten die Leipziger mit 2:0, weil den Chemnitzern im entscheidenen Moment zwei kleine aber kostspielige Fehler in der Defensive unterliefen.
Somit konnten sich die Cyndicates für die starke Gruppenphase nicht belohnen und mussten mit dem Spiel um den dritten Platz Vorlieb nehmen. Hier ging es erneut gegen die Kronach Royals, gegen die man anfangs des Turniers noch eine empfindliche Niederlage kassierte. Dieses Mal riefen die Chemnitzer aber ihr volles Können ab und holten sich mit einem 6:4 den verdienten dritten Platz. Die 70 Punkte sicherten auch den dritten Platz in der Gesamtwertung, denn schon nächstes Wochenende am 17.3.2019 findet in Kronach das Abschlussturnier der diesjährigen Söllner-Indoorcup-Serie statt.

Die Platzierungen:

  1. Memmelsdorf Barons 1
  2. Leipzig Wallbreakers
  3. Chemnitz Cyndicates
  4. Kronach Royals
  5. Bayreuth Braves
  6. Barons Oldstars
  7. Potsdam Porcupines
  8. Memmelsdorf Barons II
  9. Hof Frankensteiners