FINALE Game 1: Chemnitz Cyndicates vs. Leipzig Wallbreakers II

Am 21.09.2019 kam es in Leipzig an einem spätsommerlichen Samstag zum ersten Finalspiel der diesjährigen MDLB Playoffs zwischen den gastgebenden Leipzig Wallbreakers II und den Chemnitz Cyndicates.

Wie schon im Halbfinale mussten die Gäste bei der Terminvergabe in den sauren Apfel beißen und den ungeliebten Samstag hinnehmen, da Leipzig am Sonntag eventuell nicht spielfähig gewesen wäre. Durch die ein oder andere Absage und Verletzung traten die Chemnitzer mit der Minimalbesetzung von zwei Pitchern an, Michael Lippmann bekam dabei den Start auf dem Mound. Leipzig konnte dagegen ganze 16 Spieler auf der Lineup Card aufbieten, hierbei erhielt Nate Hester die Aufgabe des Starting Pitchers.

Bereits im ersten Inning deutete sich an, dass dies nicht der Tag der Cyndicates sein sollte. Mit Bases Loaded und zwei Aus beförderte Lippmann einen Pitch die rechte Outfieldlinie entlang. Nur wenige Zentimeter fehlten zu einem Basehit, einem wahrscheinlichen Double und den ersten drei Runs des Tages für Chemnitz, doch der Ball kam nicht im Spielfeld auf, sondern knapp im Foul-Territorium. Im darauffolgenden Pitch folgte das Strikeout und so gingen die Gäste ohne jegliche Punkte das erste Mal in die Verteidigung. Drei schnelle Flyouts sorgten für einen raschen Durchgang und so war die Offensive wieder am Schlag, doch auch dieses Mal ließen die Cyndicates gleich mehrere Läufer auf den Bases verhungern.

Zunächst sah es nach einem weiteren fixen Inning in der Verteidigung aus, da die ersten beiden Leipziger Schlagmänner ausgemacht wurden. Dies war jedoch der Zeitpunkt an dem das Spiel in Richtung der Wallbreakers kippte. Ein langsamer Groundball knapp unter den Handschuh des Pitchers, ein Hit by Pitch, ein Error, ein Catcher-Überwurf, gleich mehrere höchst umstrittene Calls an der dritten Base, ein nicht gefangenen Pop-Up an der Homeplate, ein unterlaufener Ball im Right Field, die Cyndicates ließen keine Gelegenheit ungenutzt das Inning unnötig zu verlängern. An dessen Ende fanden sich 5 Runs auf der Anzeigetafel und ein Ende der Pleiten-, Pech- und Pannenserie war nicht in Sicht, denn auch in Inning 3 und 4 erzielten die Wallbreakers zusammengenommen 6 Runs.

Da half es auch nicht, dass die Cyndicates Offensive einen grausamen Tag erwischte. Zwar erzwang man den ein oder anderen Walk, zu viele Strikeouts mischten sich aber unter die Schlagleistung und wenn ein Ball doch Mal satt erwischt wurde, landete er genau dort, wo ein Leipziger Verteidiger schon wartete. Es dauerte bis zum fünften Inning bis der erste Hit gelingen wollte, wenngleich bereits im vierten Inning der erste Run erzielt wurde.

Chemnitz wechselte zum Ende des vierten Durchgangs den Pitcher und für M. Lippmann kam S. Plihal in das Spiel. Dieser gab eine gute Figur auf dem Mound ab und ließ 2 1/3 Innings keinen einzigen gegnerischen Run zu. Lediglich im sechsten Abschnitt gingen weitere 5 Runs auf das Leipziger Konto, keiner davon war aber vom Pitcher verschuldet. Ganze 4 Errors produzierten die Cyndicates in diesem Inning und ließen ihren Werfer somit hilflos zurück. Am Ende des Tages ließ S. Plihal in 3 1/3 gepitchten Innings nur 4 Hits zu, von den 5 kassierten Runs war kein einziger „earned“, also selbst verschuldet. Die Verteidigung konnte die gute Leistung auf dem Mound heute schlichtweg nicht in etwas Zählbares ummünzen.

Zumindest Offensiv folgte noch ein Aufbäumen. Nach zwischenzeitlichem 2:16 Rückstand, fingen die Cyndicates im siebten Inning damit an, sich darauf zu besinnen, was sie überhaupt in das Finale gebracht hat. Das war vor allem eine schlaggewaltige Offensive: M. Bitz, K. Schäfer und S. Arlick luden die Bases, F. Dittrich gelang ein RBI Single, P. Stopp folgte mit einem 2-RBI Single, bevor S. Braun ein weiterer Hit für die Gäste gelang. Leipzig entschied sich nun für einen Pitcherwechsel, Hester hatte zu diesem Zeitpunkt 140 Pitches im Arm und Chemnitz sich auf seine Würfe eingestellt. B. Grzeganek kam für ihn ins Spiel, das tat dem Chemnitzer Offensivlauf aber keinen Abbruch. Walks von A. Trommer, S. Plihal luden die Bases wieder auf, K. Schäfer erarbeitete sich einen Walk auf die erste Base, der einen weiteren Runner nach Hause brachte und S. Arlick gelang ein Single, der zwei weitere Läufer ins Ziel brachte. Am Ende des Durchgangs standen 9 Runs zu Buche und der Vorsprung war auf 11:16 zusammengeschmolzen.

Ein sauberes Inning in der Verteidigung sorgte dafür, dass Chemnitz nochmal an den Schlag durfte. Zu diesem Zeitpunkt kam die 3.5 Stunden Zeitbegrenzung ins Spiel. Ein neuntes Inning würde es aufgrund dieser nicht mehr geben, weshalb die Cyndicates ein Comeback nur noch in diesem Schlagdurchgang vollziehen konnten. Direkt die ersten beiden Batter kamen auch auf die Base, zwei Strikeouts dämpften aber die Hoffnungen.

Beim Count von drei Balls und zwei Strikes zeigte S. Plihal anschließend ein gutes Auge und ließ den Ball passieren, ein Strikecall sorgte jedoch dafür, dass alle Beteiligten rechtzeitig zum Abendbrot wieder zuhause waren und das Spiel war somit beendet, bevor Chemnitz wieder mit der Nummer 1 im Lineup beginnen konnte.

In der Art und Weise wie das Spiel in der Schlussphase kippte, hätte das Spiel über 9 Innings durchaus Interessant werden können, so müssen sich die Cyndicates vorwerfen, erst viel zu spät in das Spiel gefunden zu haben. Die Darbietung in der Defensive war mit 10 Errors in 7 Innings eines Finalisten unwürdig und verbaute schlussendlich jegliche Hoffnungen auf ein erfolgreiches Comeback. Die Leipzig Wallbreakers setzen sich verdient mit 16:12 durch und müssen am 28.09.2019 in Chemnitz nur noch eines der beiden Spiele gewinnen, um sich als Meister zu krönen. Dass man selbst bei einem 14 Run Rückstand nicht aufgegeben hat und sich wieder herankämpfte, sollte den Cyndicates aber Zuversicht für das nächste Wochenende geben, wo man mit einer verbesserten Defensivleistung weiterhin alles in eigener Hand hat.

 

 

Leipzig Wallbreakers II

AB H R RBI BB 2B 3B HR SB SO HBP E PO A
00000000000000
IP H R ER BB SO HR
0000000

Cyndicates Chemnitz

# Batting AB H R RBI BB 2B 3B HR SB SO HBP E PO A
CMaximilian Bitz40100000131320
LFKay Schäfer30222000200020
CFSteffen Arlick41121000200140
3BFabian Dittrich42111100100233
1BPeer Stopp41220000201060
P/2B/SSMichael Lippmann30102000230011
SS/2BStanley Braun42200000021411
RFEnrico Schwarz -- RF20011000100000
-- RFAnne Trommer RF10101000010000
2BSilvia Hertel10011000000020
-- PSteve Plihal30101000020000
 Gesamt336129101001111310215
Pitching IP H R ER BB SO HR
Michael Lippmann3.28114610
Steve Plihal3.1450220
Gesamt6.312164830
vs

Cyndicates Chemnitz vs Leipzig Wallbreakers II

Knapp 3 Stunden dauerte das erste Spiel im Glutofen. Eine Belastung, die Chemnitz offensichtlich nicht allzu gut verkraftete, denn im zweiten Spiel standen die Leipziger schon früh als Sieger fest. Zwar erzielten die Cyndicates im ersten Inning erneut drei Runs, doch das Pitching ließ jegliche Kontrolle vermissen, weshalb Chemnitz bereits im ersten Inning nach 9 Schlagmännern und sechs ausgehändigten Freipässen zur ersten Base einen Wechsel auf dem Mound vornehmen musste. A. Petrik übernahm von S. Plihal, konnte den Schaden aber nicht weiter begrenzen, sodass die Wallbreakers ganze 9 Runs über die Homeplate brachten. Im zweiten Inning verbesserte sich zwar die Kontrolle, doch landeten die Leipziger nun Hit um Hit und zogen weiter davon, sodass es nach drei Innings bereits 11:4 für die Gastgeber stand. Chemnitz startete im vierten Durchgang nochmal eine Aufholjagd, als die ersten sieben Batter auf Base gelangten, doch gerade als das Lineup wieder auf den Leadoff Hitter rollte, wurde das Inning per Strikeout beendet. Die 7 erzielten Runs und der Spielstand sorgten nur kurzfristig für Spannung, denn Leipzig legte nach einem weiteren Pitcherwechsel der Gäste auf M. Hillmann gleich mit deren 6 nach. Da es im fünften Inning oben „Three Up, Three Down“ hieß, stand am Ende ein 19:11 für Leipzig auf der Anzeige, die ein starkes Auge an der Platte bewiesen und sich so zum Sieg schlugen. Damit reihte sich der Spieltag nahtlos in die Tradition der Duelle am Ballpark an der Dortmunder Straße ein. Beide Spiele entwickelten sich unter extremer Hitze zu langen Angelegenheiten und zumindest das erste Spiel bot den Zuschauern einiges an Spannung, wenngleich die Akteure beider Mannschaften froh waren, nach Spielschluss der gnadenlosen Sonneneinstrahlung zu entfliehen. Chemnitz steht damit bei fünf Siegen und fünf Niederlagen, was zumindest vorübergehend Platz 2 bedeutet. In zwei Wochen steht das letzte Auswärtsspiel der Saison an, erneut geht es für die Karl Marx Städter nach Dresden zum Doubleheader gegen die Dukes II, die momentan bei einem Sieg und 9 Niederlagen stehen.

 

Leipzig Wallbreakers II

AB H R RBI BB 2B 3B HR SB SO HBP E PO A
00000000000000
IP H R ER BB SO HR
0000000

Cyndicates Chemnitz

# Batting AB H R RBI BB 2B 3B HR SB SO HBP E PO A
CMaximilian Bitz43310000310201
LFKay Schäfer43210000200030
SS/PMarkus Hillmann40100000100001
3BFabian Dittrich41130000010103
1BSteffen Arlick00200000303040
2BSilvia Hertel21121000100020
CFClemens Göhler32010000110010
P/RFSteve Plihal30000000000020
RFMarcus Motzek00000000000000
--P/SSAlexander Petrik10101000100001
 Gesamt2510118200012333126
Pitching IP H R ER BB SO HR
Steve Plihal0.1277500
Alexander Petrik2.2899300
Markus Hillmann1333200
Gesamt3.31319191000
vs

Cyndicates Chemnitz vs Leipzig Wallbreakers II (11:00)

In Spiel 1 starteten die Cyndicates stark und konnten mit M. Bitz, F. Dittrich (Double) und P. Stopp direkt die ersten drei Schlagmänner durch Hits auf die Base bringen. Diese drei Läufer sollten in der Folge auch für die ersten drei Chemnitzer Runs sorgen, bevor M. Lippmann nach dem dritten Aus als Pitcher den Mound betrat. Die Messestädter standen den Gästen am Schlag im Nichts nach. Auch hier kamen die ersten drei Batter durch Hits auf Base und schlussendlich nach Hause. Ein Muster, welches sich durch das gesamte Spiel ziehen sollte, denn im zweiten Inning wiederholte sich der Verlauf. Wieder brachte Chemnitz drei Mann über die Platte, bevor ein Pitcherwechsel für ein Strikeout und somit das dritte Aus sorgte. Leipzig legte aber genauso mit drei Runs nach, sodass es nach zwei Innings 6:6 stand. Im dritten Durchgang verflachte die Offensive die Cyndicates etwas. Lediglich C. Göhler konnte durch ein erneutes Double von F. Dittrich punkten. Die Wallbreakers machten es den Gästen wieder gleich: 7-7 nach drei Innings. Jedesmal wenn Chemnitz vorlegte, kam die umgehende Antwort. Nicht jedoch im folgenden Schlagdurchgang. Chemnitz lud die Bases durch M. Lippmann, A. Petrik (Singles) und S. Arlick (Walk) auf, bevor Leipzig erneut einen Pitcherwechsel vornahm. Dieser zeigte zunächst Wirkung: Die starke Kombination aus schnellem Fastball und stark wegbrechenden, aber ebenso schnellen Slidern sorgte direkt für zwei Strikeouts. Da dabei allerdings auch häufig die Kontrolle auf der Strecke blieb, entluden sich die Bases nach mehreren Wild Pitches und zwei weitere Walks waren die Folge, bevor ein Chemnitzer Baserunner zu nachlässig wurde und durch einen Pickoff ausgemacht wurde. Trotzdem waren vier Runs erzielt, eine Produktion, die die Heimmannschaft nicht reproduzieren konnte. Nach zwei schnellen Aus luden sich noch einmal die Bases, bevor die Cyndicates einen Pitcherwechsel vornahmen und A. Petrik auf den Mound schickten, der direkt den ersten Schlagmann zu einem Groundball zwang, den die Defensive zum dritten Aus fieldete. Die 11:8 Führung wurde im letzten Inning schließlich nochmals ausgebaut. Zwar gelangen nur noch zwei Hits, doch mehrere Walks und Wild Pitches sorgten für ganze 6 Runs. Mit einem relativ beruhigenden Vorsprung von 17:8 startete der letzte Schlagdurchgang für Leipzig, in dem der Heimmannschaft zwar noch 4 weitere Runs gelangen, diese aber dem Endergebnis von 17:12 nichts mehr anhaben konnten. Nachdem es zwischenzeitlich nach einem engen Finale aussah, konnten sich die Gäste rechtzeitig lösen und sich somit den ersten Sieg des Tages einstecken.

 

Leipzig Wallbreakers II

AB H R RBI BB 2B 3B HR SB SO HBP E PO A
00000000000000
IP H R ER BB SO HR
0000000

Cyndicates Chemnitz

# Batting AB H R RBI BB 2B 3B HR SB SO HBP E PO A
CMaximilian Bitz43211000400131
3BFabian Dittrich32120200000030
-- LFKay Schäfer10101000010001
1BPeer Stopp31210000200060
P/3BMichael Lippmann42210100010001
LF/PAlexander Petrik11112000000001
2BSteffen Arlick21212000100233
SSSilvia Hertel31111000120001
RFEnrico Schwarz20101000011000
CFClemens Göhler11402000400000
 Gesamt24121781030012513158
Pitching IP H R ER BB SO HR
Michael Lippmann3.2887620
Alexander Petrik1.1344310
Gesamt4.3111211930

 

vs

Leipzig Wallbreakers II vs Cyndicates Chemnitz

Aufgrund fehlender Verpflegungsmöglichkeiten im Ballpark wurden von den Betreuern in der Mittagspause kurzerhand Sandwiches und belegte Brötchen besorgt, sodass die Cyndicates mit aufgeladenen Batterien in das zweite Spiel starten konnten: M. Bitz (Error), C. Göhler (Hit), P. Fitzgerald (2 RBI Double), A. Petrik (Hit), P. Stopp (Walk), S. Arlick (RBI Hit) sowie F. Göhler (Walk) konnten allesamt sicher die Bases erreichen, bevor überhaupt das erste Aus erzielt wurde. Insgesamt brachten die Gäste somit ganze 6 Runs auf die Anzeigetafel, bevor ein Flyout bei Bases Loaded für das dritte Aus sorgte.

Defensiv machte M. Hillmann seinen ersten Karrierestart auf dem Mound und bereits der erste Leipziger Schlagmann wurde per Strikeout ins Dugout zurückgeschickt. Auch Nummer zwei des Leipziger Lineups wurde per starkem 5-3 Putout ausgemacht. Nachdem C. Kohlbacher jedoch einen knappen Hit landete, H. Kim per Walk auf die Base kam und P. Grosch von einem Pitch getroffen wurde, hieß es Bases Loaded für die Chemnitzer Defensive. J. Hüneburg trat an die Platte und traf den Ball gut: Sein Schlag ging in Richtung Left Field und hätte mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Läufer nach Hause gebracht, wenn – ja wenn – A. Petrik dort nicht mit seiner jahrelangen Erfahrung den Ball zum dritten Aus heruntergepflückt hätte.

Das erste Inning war somit schadlos überstanden, Im Zweiten wurde daher weiter nachgelegt: Hits von A. Petrik und S. Arlick (RBI), sowie Walks von F. Göhler, M. Lippmann und M. Bitz sorgten in Verbindung mit dem ein oder anderen Wild Pitch für insgesamt 4 Runs und einen beruhigenden 10-0 Vorsprung. Dennoch gelang auch den Leipzigern im zweiten Inning der erste Run des Spiels, nachdem M. Raskolets und L. Gauer (Double) Hits auflegten. Mit einem Läufer an der dritten Base trat anschließend C. Kellner an die Platte. Sein starker Schlag flog in Richtung Right Field und wäre dort auch gelandet, hätte E. Schwarz den Ball nicht mit einem überragenden Unterhand Catch aus dem Laufen vor dem Aufprall auf den Boden bewahrt. Eine enorm wichtige Aktion, die nicht nur für Begeisterungsstürme sorgte und die Moral im Team weiter nach Oben schnellen ließ, sondern auch den Ton für den Rest des Spieles angeben sollte: Dieses Spiel würden sich die Chemnitzer nicht aus der Hand nehmen lassen.

Angetrieben von diesem Catch überzeugten die Cyndicates mit weiteren soliden At-Bats. Ein Double von P. Fitzgerald, ein Walk von A. Petrik, ein RBI Single von S. Arlick, ein Walk von F. Göhler, sowie ein weiterer RBI Single von M. Lippmann brachten weitere 4 Zähler für die Gäste, die den Vorsprung auch in der Defensive zu verteidigen wussten. Die ersten beiden Schlagmänner erreichten noch die erste Base, doch im weiteren Verlauf sorgte ein Double Play schnell für Ruhe auf Seiten der Leipziger Aufholbemühungen, als P. Fitzgerald einen Line-Drive aus der Luft holte und zur ersten Base beförderte.

Trotz mehrfacher Pitcherwechsel auf Seiten der Wallbreakers ließen die Cyndicates in der Offensive auch im vierten Durchgang nicht locker und füllten schnell die Bases: M. Bitz (Walk), C. Göhler (Hit By Pitch), P. Fitzgerald (Error), A. Petrik (Walk), S. Arlick (RBI Single) und M. Lippmann (Walk) sorgten für weitere Baserunner und insgesamt 4 Runs. Dem hatten die Messestädter nichts mehr entgegenzusetzen. Zwar erreichte noch ein Leipziger Baserunner die dritte Base, doch das Spiel endete in der gleichen Art und Weise, wie die Chemnitzer es dominierten: Mit starker Defensive. Ein unassisted Groundout an der ersten Base schloss sich der Wurf an die Homeplate an, wo Catcher M. Bitz den durchgestarteten Läufer von der dritten Base per Tagplay ausmachte und somit die Teamleistung mit einem blitzsauberen Double Play krönte.

M. Hillmann kassierte in seinem ersten Start unter tatkräftiger Unterstützung seiner Hintermänner gleich den ersten Sieg und dank der starken Defensive im zweiten Spiel durften die angereisten Cyndicates den ersten Saisonerfolg feiern, bevor sie am 9.6. gegen die Dresden Dukes in die Rückrunde starten.

Hier gehts zu Spiel 1 …

vs

Leipzig Wallbreakers II vs Cyndicates Chemnitz

Am Sonntag, den 3.5.2018 reisten die Cyndicates zu der zweiten Mannschaft der Leipzig Wallbreakers zum letzten Doppelspieltag der Hinrunde in der MDLB. Beide Teams hatten bis dato wenig zu feiern gehabt: Die Wallbreakers holten ihren einzigen Saisonsieg mit einem 6-5 gegen die Erfurt Latinos, die Cyndicates waren gar gänzlich ohne Erfolg geblieben. Für beide Teams bot sich also eine Gelegenheit, das Siegeskonto nach oben zu schrauben.

Im ersten Spiel legten die Cyndicates gleich gut los: Ein Double von M. Bitz wurde von S. Arlick nach Hause gebracht, der wiederrum per Basehit von P. Fitzgerald die Homeplate zur 2-0 Führung überschreiten konnte. Zwei Strikeouts an Nummer 6 und 7 in der Order sorgten jedoch für den Wechsel des Schlagrechtes, sodass A. Petrik für die Gäste auf dem Mound beginnen musste. Die Leipziger schienen von dem 0-2 Rückstand nicht beeindruckt zu sein und spielten im ersten Inning ihre Klasse am Schlag aus. Ein Walk von Gauer, ein Single von Raskolets, sowie ein Double von Kohlbacher brachten gleich die ersten drei Schlagmänner der Heimmannschaft auf Base. In dieser Phase des Spiels musste A. Petrik zudem auch noch auf die Hilfe seiner Hintermannschaft verzichten, die in der Folge mehrere Errors produzierten, sodass Leipzig die komplette Schlagorder einmal an die Platte bringen konnte, bevor das Inning beim Stand von 2-5 mit einem Groundball zum 2nd Baseman S. Hertel beendet werden konnte.

Die Cyndicates steckten die Köpfe jedoch nicht in den Sand und begangen umgehend mit der Aufholjagd. M. Lippmann erreichte die erste Base, weil sein dritter Strike nicht vom Catcher gefangen werden konnte, E. Schwarz zeigte ein gutes Auge und folgte mit einem Walk, M. Bitz tat es ihm gleich, bevor S. Arlick mit einem Single den ersten Läufer nach Hause bringen konnte. M. Hillmann brachte den Ball anschließend ins Spiel und erreichte die zweite Base per Error, wodurch P. Fitzgerald den Lauf mit einem 2 RBI Single vollendete. Zwei folgende Strikeouts, sowie ein Flyout verhinderten jedoch weitere Punkte auf dem Konto der Chemnitzer, weshalb die Leipziger wieder am Zug waren.
Gauer erreichte per Hit die erste Base, wurde dann jedoch beim Versuch die zweite Base zu stehlen erwischt und als erstes Aus des Innings auf Seiten der Cyndicates verbucht. Drei Hits und ein weiterer Error bedeuteten aber dennoch zwei Runs auf Seiten der Leipziger, sodass es nach zwei gespielten Innings 7-7 stand.

Im dritten Durchgang ging den Chemnitzern dann am Schlag aber die Luft aus. Die ersten beiden Schlagmänner wurden per Flyout eliminiert, bevor M. Bitz mit seinem zweiten Double des Spiels den ersten Baserunner des Innings produzierte. Nachdem er die dritte Base stehlen konnte, brachte ihn S. Arlick per Single nach Hause, was jedoch der einzige Punkt des Durchgangs bleiben sollte. Die Wallbreakers folgten auf der anderen Seite im Gleichschritt: Ein Run produzierten die Messestädter im dritten Abschnitt, sodass es mit dem Stand von 8-8 in die letzten beiden Innings ging.
Unglücklicherweise gelang den Cyndicates in diesen Spielabschnitten keinerlei weitere Produktion in der Offensive, die Schlagorder wurde mit drei Strikeouts, zwei Groundouts, zwei Fielders Choice, sowie einem Walk und einem Hit im Schach gehalten.

Zwar brachten die Chemnitzer im vierten Inning mit P. Fitzgerald nochmal einen neuen Pitcher, dieser hatte jedoch Kontrollprobleme und bekam zudem nicht die gewünschten Strikecalls an der Platte, wodurch gleich 8 Leipziger Schlagmänner per Walk auf die erste Base kamen und insgesamt fünf Runs erzielten. Mit dem Endstand von 13-8 ging somit das erste Spiel des Tages an die Wallbreakers. Die hohe Fehleranzahl zeigte das Verbesserungspotential in der Verteidigung, jedoch hatten beide Mannschaften auch mit einem insgesamt sehr hügeligen und löchrigen Platz zu kämpfen, der das Fielden unnötig erschwerte.

Hier gehts zu Spiel 2 …

 

vs

Leipzig Wallbreakers II vs Cyndicates Chemnitz (14:00Uhr)

Das zweite Spiel des Tages entwickelte sich zum Marathonmatch und gleichzeitig zu einem wahren Krimi. Chemnitz startete mit einem Run in das erste Inning, bevor L. Garcia den Mound betrat. Zwei Basehits und zwei Walks sorgten für schnelle 4 Runs der Leipziger und auch im zweiten Inning erzielten die Wallbreakers 5 Runs. Es schien so, als kämen die Gastgeber mit den nun etwas schnelleren Pitches besser klar und somit stand nach zwei Innings ein 9-3 für Leipzig auf dem Scoreboard. Zu allem Überfluss mussten die Chemnitzer nun auch noch auf ihren Catcher M. Lippmann verzichten, der sich am Daumen verletzte.

Mit zwei Aus schlug der Leipziger Kulagin einen Groundball, den die Chemnitzer aber nicht mehr rechtzeitig zur ersten Base bringen konnten. Währenddessen spurtete Raskolets von der zweiten Base bis nach Hause durch. Der Wurf von der ersten Base zum Catcher kam rechtzeitig in den Handschuh und zuerst sah es so aus, als könnten die Cyndicates das Inning mit einem Tagplay an der Homebase beenden. Der Zusammenprall zwischen Catcher und Läufer war aber so immens, dass der Handschuh samt Ball aus der Hand geschleudert wurde. Der Läufer war safe, das Inning ging weiter und M. Lippmann musste seinen Arbeitstag beenden.

Das hielt die Chemnitzer aber nicht davon ab, nun vom ungenauen Pitching der Leipziger zu profitieren. Ganze 10 Runs brachten die Gäste im dritten Inning über die Platte, vorrangig durch Geduld an der Platte und daraus resultierenden Walks. Auf der anderen Seite ergab sich allerdings das gleiche Bild: L. Garcia ging nun vermehrt die Genauigkeit abhanden, sodass die Leipziger viele Walks produzierten. Nach dem fünften Walk im Inning übernahm schließlich M. Weiße das Zepter, der noch drei weitere Runs zulassen musste, bevor er das Inning mit einem Strikeout beendete. Vor den letzten beiden Durchgängen stand es nun 17:13 für Leipzig und die Chemnitzer benötigten nun eine extrem konzentrierte Leistung um dieses Spiel noch zu drehen.

Durch 4 Walks und einen Hit by Pitch erzielten die Gäste immerhin drei Runs und konnten das Defizit auf einen Run drücken. Unglücklicherweise vertrat sich S. Braun dabei beim Ablaufen der Bases und musste mit einer Knieverletzung aus dem Spiel genommen werden. Das Lazarett der Cyndicates füllte sich somit auf nunmehr drei Spieler und sorgte dafür, dass nur noch 9 spielfähige Spieler im Kader standen, die nun alle zusammen sinnvoll auf dem Feld postiert werden mussten.

Die Leipziger versuchten auf der anderen Seite mit aggressivem Baserunning und Buntversuchen, den Vorsprung mit dem ein oder anderen Run abzusichern. Hester kam zwar per Bunt auf Base, überlebte den Pickoff-Versuch von M. Weiße aber nur mit einer gehörigen Portion Glück. Sein erster Stealversuch zur zweiten Base war zwar noch erfolgreich, doch angestachelt vom Leipziger Third Base Coach überspann er nun den Bogen. M. Weiße ließ sich dies nicht gefallen, steppte ruhig vom Rubber, erwischte ihn auf halber Strecke zwischen zweiter und dritter Base und bereitete das Tagplay an der dritten Base mustergültig vor. Nach einem Strikeout und einem Walk holten sich die Chemnitzer dann auch das dritte Aus des Innings, sodass es vor dem finalen Durchgang 16:17 für Leipzig stand.

Ein Run würde nun die Chance auf eine Verlängerung bedeuten, zwei oder mehr Runs und sogar die Möglichkeit eines Sieges würde bestehen. Doch zunächst sah es alles nach einem Leipziger Sieg aus: Mit zwei Strikeouts starteten die Messestädter das Inning und hatten nun die Zügel in der Hand. Zum Pech der Leipziger stand nun jedoch mit M. Bitz die Nummer 1 im Lineup am Schlag, der genau für diese Situationen spezialisiert war: Über beide Spiele hinweg schaffte er es bei jedem At-Bat auf die erste Base zu kommen (4 Hits, 3 Walks, 1 Error) und auch dieses Mal enttäuschte er nicht. Mit viel Geduld erreichte er per Walk die erste Base und stahl gleich die zweite Base. Das Spiel stand nun auf Messers Schneide. S. Arlick hatte nun die Aufgabe ihn am Schlag nach Hause zu holen und so zumindest Gleichstand herzustellen. Sein Schlagversuch endete jedoch in einem Popup Fly zum dritten Baseman. Noch während der Ball in der Luft stand, waren die Chemnitzer gedanklich schon bei der Heimfahrt. Doch wie durch ein Wunder fiel der Ball am Handschuh vorbei und prallte auf dem Boden auf: Der Third Baseman der Leipziger hatte den Ball mit viel Schnitt unterschätzt und sich falsch postiert, sodass er keine Chance hatte, den Ball zu fangen. M. Bitz scorte den Run und S. Arlick war sicher auf der ersten Base. Ausgleich!

Mit M. Weiße kam nun einer der stärksten Batter zur Platte, doch nach 5 Pitches hieß es: Full Count. 3 Balls und 2 Strikes – bei einem weiteren Strike wäre das Inning beendet. Doch wie schon auf dem Mound blieb Weiß auch am Schlag cool und erreichte mit einem weiteren Ball die erste Base. Da auch L. Garcia als anschließender Schlagmann per Hit by Pitch die ersten Base erreichte, hieß es nun Bases Loaded mit zwei Aus. C. Göhler, der für den verletzten M. Lippmann einspringen musste, stand nun am Schlagmal. Geduldig wartete er die Würfe des Leipziger Pitchers ab, bis dieser einen letzten, entscheidenden Fehler machte: Durch einen Wild Pitch überquerte S. Arlick die Homeplate zur 18:17 Führung und Chemnitz lag auf einmal in Führung. Zwar beendeten die Leipziger das Inning per Strikeout und vermieden somit weiteren Schaden, doch vor dem allerletzten Schlagdurchgang des Spiels waren sie nun im Rückstand, obwohl sie weite Teile des Spiels in Führung lagen.

Der Druck war nun auf beiden Seiten immens groß. Auf der einen Seite mussten die Leipziger zumindest einen Run gegen den starken M. Weiße erzwingen, auf der anderen Seite hatten die Chemnitzer die große Überraschung vor Augen und konnten mit einem sauberen Inning den nicht für möglich gehaltenen Doppelsieg in Leipzig holen, nachdem man in diesem Spiel bereits deutlich zurücklag. Es war noch ein letztes Mal höchste Konzentration gefordert nach zusammengenommen bereits über 5 Stunden absolvierter Spielzeit. Und genau in diesem wichtigen Moment lieferten die Cyndicates statistisch gesehen ihr bestes Inning des Tages ab: Ein Strikeout, ein Groundout und zu guter Letzt ein Flyout – ironischerweise vom Third Baseman gefangen – sorgten für ein 1-2-3 Inning und grenzenlosen Jubel auf der Seite der Gäste. Der Doppelsieg war perfekt und die Art und Weise – zunächst nach Rückstand und dann mit einer 1 Run Führung im letzten Inning in der Verteidigung – hätte zufriedenstellender nicht sein können.

Unter dem Strich waren es, wenn auch durchaus mit einer Portion Glück, zwei Siege für die zuletzt etwas angeschlagene Moral, die mit drei Verletzten aber auch teuer bezahlt wurden. Nicht zuletzt erhielten sich die Cyndicates damit auch noch zumindest die theoretische Chance auf einen Platz unter den besten Vier nach der Hinrunde, auch wenn man dafür am letzten Hinrundenspieltag beide Spiele am 25.6. auf dem heimischen Usti-Field gegen die Erfurt Latinos gewinnen müsste. Doch selbst wenn dies nicht gelingen sollte, so besitzt man durch zwei Siege gegen Leipzig, zwei Siege gegen Jena und einen Split gegen Dresden II hervorragende Chancen auf einen guten Tabellenplatz wenn die Liga nach dem Ende der Hinrunde aufgeteilt wird.

vs

Leipzig Wallbreakers II vs Cyndicates Chemnitz (11:00Uhr)

Am Samstag, den 10.6.2017 reisten die Chemnitz Cyndicates zu den Leipzig Wallbreakers II zum letzten Auswärtsspiel der Vorrunde. Obwohl zeitgleich auf dem heimischen Usti-Field ein Softball-Turnier organisiert werden musste und nebenbei noch eine Handvoll wichtige Spieler verletzungs- oder urlaubsbedingt absagen mussten, machten sich 12 spielfähige Karl-Marx-Städter auf den Weg an die Dortmunder Straße.

Die Chemnitzer Offensive legte gleich im ersten Inning einen soliden Start hin und konnte jeden Spieler im Lineup einmal an den Schlag bringen, ohne jedoch großartig davon zu profitieren. „Nur“ drei Runs standen am Ende des Durchgangs zu Buche, da der letzte Schlagmann im Lineup mit Bases Loaded ausgemacht wurde.
In der Defensive pitchte S.Plihal das komplette Spiel durch. Obwohl er gleich den ersten Batter durch einen Walk auf die Base lassen musste, zeigte er – unterstützt von einer guten Defensive – eine solide Leistung, sodass die Chemnitzer das erste Inning mit einem Double Play zwischen Shortstop, drittem sowie zweitem Baseman beenden konnten und nur einen Run zulassen mussten.
Im zweiten Inning konnte sich Chemnitz einen entscheidenden Vorsprung herausspielen, den sie bis zum Ende des Spiels nicht mehr abgeben sollten. Die Schlagorder begann wieder bei der Nummer 1 M. Bitz, der es zuerst per Walk auf die erste Base schaffte, bevor er von S. Arlick mit einem Hit nach Hause gebracht wurde. M. Lippmann schaffte es anschließend per Error auf die Base, sodass ihn M. Weiße mit einem Double ebenfalls nach Hause bringen konnte. Nach einem Flyout und einem weiteren Walk entschied sich der Leipziger Coach N. Punke für einen Pitcherwechsel, sodass Gebert für Eckhold übernahm.

Auch diese Maßnahme konnte die Cyndicates nicht vom Erfolg abhalten. Hits durch P. Stopp, M. Bitz, sowie ein Double von S. Arlick sorgten für insgesamt 7 Runs im zweiten Inning, bevor das dritte Aus erzielt wurde. Leider verletzte sich P. Stopp in diesem Durchgang an der Hand und konnte somit nicht mehr mitwirken. Die Leipziger hatten nun einen 10-1 Rückstand vor der Brust. Zwar gelangen den Gastgebern drei Runs im zweiten Inning, doch anschließend verringerte sich der Offensivoutput auf beiden Seiten dramatisch. Im dritten, vierten und fünften Spielabschnitt konnte lediglich M. Weiße einen weiteren Run auf die Chemnitzer Habenseite verbuchen und nur M. Bitz gelang noch ein Basehit. Auf der anderen Seite füllten die Messestädter im dritten Inning die erste und zweite Base mit Läufern, doch ein Triple Play der Chemnitzer Verteidigung vernichtete jegliches Aufbäumen und bestrafte das zu aggressive Baserunning der Wallbreakers. 2nd Baseman M. Behnert fing den geschlagenen Ball aus der Luft, warf ihn zur ersten Base, wo der Leipziger Läufer Grosch zu spät realisierte, dass er zurückmusste. Als der Leipziger Runner Casler währenddessen dann auch noch durch ein Tag-Up von zweiter zu dritter Base laufen wollte, erwischten ihn die Chemnitzer durch einen Wurf von der ersten zur dritten Base und komplettierten das Triple Play. Die Leipziger sollten sich von dieser Aktion nicht mehr erholen und erzielten lediglich zwei Runs in den letzten beiden Innings, weil die Verteidigung der Gäste Nichts mehr anbrennen ließ. Endstand: 11-6 für Chemnitz. Ein Sieg, der an die starken Leistungen Ende der letzten Saison erinnerte.

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Leipzig Wallbreakers II vs Cyndicates Chemnitz (14:00Uhr)

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Leipzig Wallbreakers II vs Cyndicates Chemnitz (11:00Uhr)

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